Wir werden uns wehren!

Veröffentlicht am 05.02.2014 in Umwelt

So, die schlimmsten Befürchtungen sind also Wahrzeit geworden. Die 380 kV oder sogar 500 kV (!!!) Stromtrasse soll nun endgültig gebaut werden. Obendrauf bekommen wir sie auch noch vor die Haustür. Spielt aber gar keine Rolle ob nun bei uns oder woanders, diese Trasse braucht niemand. Unter dem Deckmäntelchen der Energiewende wird den Menschen weiß gemacht, diese Stromleitung wäre notwendig, um Ökostrom von der Nordseeküste nach Oberbayern zu transportieren. Is ja gut das es die Energiewende gibt, so haben die großen Strommagnaten wie RWE, Eon und wie sie alle heißen immer ein schönes Totschlagargument, höhere Strompreise oder Trassenneubauten den Leuten billig unterzujubeln.

Ich bin ohne Wenn und Aber für die Energiewende, daran gibts mal nix zu rütteln. Auch wenn Schwarz-Gelb den mühsam von Rot-Grün mit den Stromkonzernen ausgehandelten und für alle Seiten tragbaren Energiekonsens über der Haufen warf und durch ihren gelinde gesagt hahnebüchenen Murks ersetzt haben, der uns jetzt allen das Leben schwer macht.

Deswegen muss man aber auch noch lange nicht jeden Unsinn mittragen, der unter dem Deckmantel der Energiewende in die Runde geworfen wird. Diese Stromtrasse dient lediglich dazu, dreckigen Kohlestrom und Atomstrom aus Tschechien in eine Region zu transportieren, die sich in den vergangenen Jahren einen Teufel um die Energiewende geschert hat.

Wir hier im Norden Bayerns haben unsere Hausaufgaben gemacht. Zugegeben, Windräder sind auch keine Schönheit und sie belasten die betroffenen Anlieger schon. Aber wenn wir umsteigen wollen, müssen wir ja auch irgendwie den Strom in die Steckdose kriegen. Vom Himmel fällt er jedenfalls nicht.

Aber genau diese dezentralen Lösungen wie lokale Windräder, Photovoltaikanlagen und Biomasse sorgen eben dafür, dass der Strom auch in ausreichendem Maße vorhanden ist. Zudem bleibt die Wertschöpfung in der Region. Jeder einzelne von uns profitiert von kommunal betriebenen Anlagen. Endlich werden Gewinne aus der Stromgewinnung quasi sozialisiert und kommen dem Allgemeinwohl zugute und nicht dem Gewinnstreben einiger Großaktionäre.

Alle technischen Hürden, die damit einhergehen, lassen sich lösen. Ich bin kein Fachmann, aber wir leben in Deutschland, im Land der Dichter und Denker und vor allem der klugen Köpfe. Denen wird sicherlich etwas einfallen, wenn man sie den lässt und den Willen zeigt, die Energiewende zu einem Erfolg zu bringen.

Sollen wir nun diese gigantische Stromtrasse mit allen ihren unerforschten Risiken und Gefahren in unserer schönen Gegend auch noch aushalten? Nein, keiner will das. Es gibt andere Lösungen, Oberbayern mit ausreichend und sicher fließendem Strom zu versorgen. Doch diese Lösungen werfen warscheinlich für die Stromkonzerne nicht die erhoffte satte Rendite ab.

Wenn schon das Institut für Wirtschaftsforschung zu dem Schluss kommt, das diese Trasse aboslut nicht gebraucht wird, dann sagt das schon viel aus. Denn gerade diese Institution steht nicht gerade im Verdacht, mit uns Sozialdemokraten über Gebühr verbandelt zu sein. Hier sollte jeder hellhörig werden.

Ich für meinen Teil werde mich gegen diese Stromautobahn wehren. Der Süden Bayerns soll endlich anfangen, auch etwas für die Umsetzung der Energiewende zu tun. Wir Nordbayern werden schon stiefmütterlich genug behandelt in Bayern. Manchmal komm ich mir als Oberfranke als Bürger zweiter Klasse vor. Aber irgendwann ist Schluss. Irgendwann ist eine rote Linie überschritten und das ist jetzt der Fall.

Wir müssen uns gemeinsam wehren. Dabei muss die politische Farbe egal sein, jetzt müssen wir schreiten Seit an Seit. Ich hoffe nur, das beherzigen auch andere.

 

Kommentare

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Autor: Woman Within, Datum: 19.02.2014, 03:00 Uhr


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