Vorreiter bei Kinderkrippen

Veröffentlicht am 10.02.2008 in Ortsverein

Mit viel Zuversicht gehen die Pegnit­zer Sozialdemokraten in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs. „Wir haben ein hervorragendes Team und ein zukunftsfähiges Programm für die nächsten sechs Jahre aufgestellt“, so der Ortsvereinsvorsitzende Oliver Winkelmaier beim traditionellen Politi­schen Aschermittwoch im Gasthaus Schmidt in Hainbronn.

Bereits im Bürgermeis­terwahlkampf vor zwei Jahren habe sich gezeigt, dass die Politik der SPD bei den Menschen ankomme und die Sozialdemokraten mit ihrem wegwei­senden Wahlprogramm überzeugen konnten. „Unser Programm war so gut, dass sich sogar einige andere Peg­nitzer Parteien davon haben inspirie­ren lassen, wie man jetzt in den einzel­nen Wahlprogrammen zur Stadtrats­wahl nachlesen kann“, sagte der Frak­tionsvorsitzende im Stadtrat Pegnitz, Uwe Raab.

Uwe Raab, verdeutlichte dies anhand der neu geschaffenen Kinder­krippen in Pegnitz. „Für die Forde­rung nach Kinderkrippen wurden wir lange Jahre von den Machthabenden angegriffen und als Befürworter des DDR- Sozialismus in die Ecke gestellt.“ Die SPD- Fraktion im Stadtrat habe schon lange vor allen anderen erkannt, dass Kinderkrippen ein immens wichtiger Standortfaktor für die Pegnitzer Zukunft seien. „Hier hat die konservative Allianz dieser Stadt lange Jahre versagt“, so Raab weiter.

Im Moment sei jedoch die Wand­lung vom Saulus zum Paulus zu beob­achten und die Konservativen täten so, als würden sie gerade das Kinder­betreuungsangebot von der Krippe bis zur Ganztagesklasse neu erfinden. „Die SPD fordert dies schon seit vie­len Jahren. Hier wurden die nötigen Entscheidungen zu lange verschla­fen.“ Zum Thema Ganzjahresbad vertei­digte Raab die zustimmende Haltung der SPD. Das Ganzjahresbad sei eine bedeutende Investition für die Pegnit­zer Freizeitkultur. „Wir wollen mit dem Ganzjahresbad erreichen, dass endlich Schluss damit ist, dass dann, wenn die Kinder frei oder Ferien haben, die Pegnitzer Freizeiteinrich­tungen geschlossen sind.“

„In Zukunft schieben wir das Cabriodach auf, wenn das Wetter schön ist, und schließen es bei schlech­ter Witterung. Wir wollen ein attrakti­ves Bad für Pegnitz, nicht nur an 30 Hochsommertagen, sondern auch an den restlichen Tagen des Jahres.“ Eine Sanierung des bisherigen Be­standes hätte annähernd genauso viel gekostet, jedoch keinerlei Attraktivi­tätssteigerung für die Stadt mit sich gebracht. Zudem spare diese Lösung eine große Menge Energie ein und das Gelände des alten Hallenbades könne zum Bau einer Mehrzweckhalle für Schulsport und kulturelle Veranstal­tungen genutzt werden.

„Für die Forderung nach einer sol­chen Mehrzweckhalle wurden wir lange Zeit aufs Schärfste angegriffen, nun findet sie sich auch in Wahlpro­grammen anderer Parteien wieder“, sagte Raab. Viel Applaus bekam im Anschluss der Pegnitzer Landratskandidat Karl Lothes, der mit seiner gelungenen Dar­bietung des Gemeindeschreibers „Lei­sefluss“ humoristisch das politische Geschehen auf die Schippe nahm.

Hier bekam der umstrittene Trans­rapid genauso sein Fett weg wie das merkwürdige Abstimmungsverhalten und die anschließenden Äußerungen mancher Landtagsabgeordneter zur Schließung des Pegnitzer Amtsgerich­tes. Zum Abschluss des heiteren Abends hatte der Chor der SPD- Stadtratskan­didaten seinen ersten Auftritt. Mit lau­nigen „Schnaderhüpferln“ wurde die Pegnitzer Kommunalpolitik aufs Korn genommen.

 

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