Presseschau (NN): SPD steht für Spaß, Politik und Durchblick

Veröffentlicht am 24.02.2012 in Presse

Bild: Claus Volz

Für den politischen Aschermittwoch der Pegnitzer SPD in Hainbronn hat Karl Lothes die Parteiinitialen neu gedeutet: Spaß, Politik und Durch­blick. Kabarettist Alexander Göttlicher war für den Spaß zuständig, Bürger­meisterkandidat Uwe Raab für die (Kommunal-)Politik und der Nürnber­ger Kämmerer Harald Riedel vermit­telte Durchblick in Sachen Gemeindefi­nanzen. Zunächst hieß Karl Lothes im Gasthaus Schmidt die Gäste willkommen, besonders den Nürnberger Stadtkämmerer Harald Riedel, Stadträte, KSB-Betriebsrats­vorsitzenden Karlheinz Leitgeb, SPD-Freunde aus Plech und natürlich Ale­xander Göttlicher, der „ganz knapp am Supernarr vorbeigeschrammt ist“.

Uwe Raab beschrieb das Pro­gramm: Mit Harald Riedel habe man einen Finanzexperten gewinnen kön­nen, der lieber in seiner Heimatstadt Nürnberg als Kämmerer arbeitet, anstatt in der Regierung Wowereit in Berlin einen Posten zu übernehmen. Er selbst werde zur Stadtpolitik spre­chen und Alexander Göttlicher aus Spies verbinde das Ganze mit seinen kabarettistischen Beiträgen.

Näher am Menschen zu sein, das war das Motto der Rede von Uwe Raab, der im Herbst für die SPD als Bürgermeister kandidieren wird. Er wollte aber auch aufzeigen, dass viele seiner Forderungen, im Wahlkampf vor sechs Jahren von ihm und der SPD aufgestellt, in der Stadt umge­setzt wurden. Näher am Menschen sein könne auf keinen Fall die CSU, die mit ihren „Granden um Stoiber“ eine marode Bank in Kärnten gekauft hat, was jeden der 12,5 Millionen Men­schen in Bayern rund einen Tausender kostet. Viele Polizisten, Lehrer, Steu­erfahnder hätten davon finanziert werden können.

Aber es gebe auch in Pegnitz Bei­spiele. 2007 sei Pegnitz noch Schluss­licht zusammen mit anderen konserva­tiv geführten Gemeinden in Sachen Kleinkindbetreuung gewesen, denn es habe trotz großer Nachfrage keinen einzigen Krippenplatz gegeben, mit denen erst die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu sichern sei. In Bausch und Bogen sei diese SPD-For­derung zunächst abgelehnt worden, man habe sie sogar als DDR-Erzie­hung verunglimpft.

Es gebe jedoch weitere Beispiele, bei denen die Pegnitzer Sozialdemo­kraten frühzeitig richtige Schlüsse gezogen hätten, wie etwa bei der Ener­giewende. Da habe man lokale Ant­worten gegeben und Vorschläge gemacht. Solarenergie gebe es in Peg­nitz und bei der Windenergie wolle man, dass Stadt und Bürger ge­meinsam profitieren. Man denke an einen Eigenbetrieb in Genossen­schaftsform.

Fragen an den Landkreis

„Wer zu spät gekommen ist, den bestraft das Leben“, erklärte Uwe Raab weiter und zu spät gekommen sei oft die CSU, wenn es um wichtige gesellschaftliche Entwicklungen ging, die man in die Stadtpolitik integrie­ren sollte. Alleine der Anschluss an den Verkehrsverbund Nürnberg habe eineinhalb Jahrzehnte gedauert. Man müsse das Geld zusammenhal­ten, forderte Uwe Raab weiter, und mit den Steuereinnahmen verantwor­tungsbewusst umgehen.

Wenn der Landkreis für die Therme Obernsees oder für den Wintersport im Fichtelge­birge Millionen bereitstellt, die letzt­lich auch Pegnitz über die Kreisum­lage zahlt, dann passe das nicht mehr in die heutige Zeit. Raab sprach sich aber klar gegen eine Neiddebatte aus, denn von regionaler Konkurrenz solle man sich verabschieden, solle viel­mehr Antworten finden auf die Fra­gen Bevölkerungsrückgang, Abwande­rung und Überalterung der Gesell­schaft.

Quelle: Nordbayerische Nachrichten

 

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